Archive for Januar, 2013

One Billion Rising 14.02.13

Donnerstag, Januar 31st, 2013

Jede dritte Frau weltweit erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Mit einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden
ergibt dies mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen, die alltäglich mit Gewalt konfrontiert werden oder am direkten Leibe erfahren. Über 603 Millionen Frauen leben in Ländern, in denen häusliche Gewalt nicht als Verbrechen angesehen wird. Allein die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau im Alter zwischen 15 und 44 Jahren vergewaltigt wird oder Gewalt durch den „Partner“ erfährt, ist höher als an Krebs oder Malaria zu erkranken, an einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein oder durch Krieg betroffen zu sein.
Die Organisation V-Day, eine globale Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, verwehrt sich
angesichts dieser erschreckenden Zahlen tatenlos zu bleiben: „Es reicht! Die Gewalt muss aufhören!“
ONE BILLION RISING – „eine Milliarde erhebt sich“ ist eine internationale Kampagne, initiiert durch die
Organisation V-Day, um weltweit gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen vorzugehen und zu stoppen.
Die Kampagne setzt sich ein für Gerechtigkeit, sie fordert und fördert weltweit die Gleichstellung der
Geschlechter.
Der 14. Februar 2013 ist Valentinstag und der 15te Geburtstag von V-Day. Aus diesem Anlass wurde die
internationale Kampagne ONE BILLION RISING ins Leben gerufen: An diesem Tag sind eine Milliarde Frauen und Mädchen, aber auch Männer und Jungen aufgerufen, sich gemeinsam zu erheben, auf die Straße zu gehen und zu tanzen – zu tanzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und ein klares Signal zu setzen, dass Unrecht und die Gewalt, die Frauen und Mädchen erfahren, inakzeptabel sind und sofort aufhören müssen.
ONE BILLION RISING ist eine Kampagne, die uns alle angeht. Sie gehört uns allen und wächst tagtäglich.
Tausende von Aktivist_innen, mehr als 13000 Organisationen aus 178 Ländern, haben ihre Teilnahme
zugesagt und sind dabei ONE BILLION RISING – Veranstaltungen zu organisieren. Auch bekannte
Persönlichkeiten wie Robert Redford oder Jane Fonda unterstützen die Aktion aktiv.
Damit dieser Tag ein Erfolg wird, brauchen wir auch in Kassel jede Einzelne und jeden Einzelnen – auch
Dich auch Sie!
In KASSEL am Donnerstag, den 14.02.2013, 12 Uhr Königsplatz!

Stellungnahme des Orga-Teams und des AStA zu den Anfeindungen gegen die Podiumsdiskussion „Herrschaft durch Sprache – Geschlechtergerechte Sprache in Universität und Alltag“

Montag, Januar 21st, 2013

An der Universität Kassel findet am 29. Januar 2013 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “Herrschaft durch Sprache - Geschlechtergerechte Sprache in Universität und Alltag” statt. Organisiert wird diese Veranstaltung als Kooperation des Autonomen Referats für Frauen und Geschlechterpolitik gemeinsam mit dem AStA der Universität Kassel.

Anfang Januar 2013 haben wir eine Facebook-Veranstaltung erstellt, um diese Podiumsdiskussion zu bewerben. Dort entstand eine Diskussion, die aus unserer Sicht leider sehr schnell unsachlich wurde. Den Organisator*innen wurde vorgeworfen, die Podiumsteilnehmer*innen nicht kontrovers genug ausgesucht zu haben, da sich für das Podium auch eine antifeministische Perspektive gewünscht worden wäre. Außerdem kam es zu persönlichen Angriffen und Beleidigungen gegenüber den eingeladenen Podiumsteilnehmer*innen.

Leider gelang es uns, der Organisationsgruppe der Veranstaltung, nicht zu intervenieren, so dass die Diskussion bei unserer Facebookveranstaltung eine Form angenommen hat, die für uns nicht länger tragbar war. Am 17.01.2013 haben wir uns daher dazu entschlossen, die Diskussion zu löschen und die Kommentarfunktion zu sperren. Wir erhoffen uns so, die Persönlichkeitsrechte der Podiumsteilnehmer*innen zu schützen und jeglichen Sexismus, von dem die Diskussion begleitet wurde, weitestgehend einzudämmen. Unsere freie Meinung war, in diesem Fall eine von uns erstellte Facebook-Seite nicht für persönliche Angriffe und Beleidigungen zur Verfügung stellen zu wollen.
Ziel der Veranstaltung soll sein, einen facettenreichen und vor allem fundierten Überblick und verschiedene Perspektiven zu geschlechtergerechter Sprache zu schaffen, ohne in eine Grundsatzdiskussion zu verfallen, die meist subjektiv, sprachlich unsensibel und nicht wissenschaftlich geführt wird. Wir sind der Meinung, dass wir durch die von uns eingeladenen Redner*innen diesen Veranstaltungszielen mehr als gerecht werden können. Wie auch aus dem Einladungstext hervorgeht, ist keine Diskussion vorgesehen, ob geschlechtergerechte Sprache überhaupt wichtig ist, sondern dies wird vielmehr als Grundlage für die Diskussion genommen, wie eine Überwindung des omnipräsenten Sexismus’ erreicht werden kann. Für eine Diskussion über die Existenz des Sexismus’ wäre eine kontroverse Diskutantenrunde obligatorisch, für eine Diskussion auf der Suche nach einer gemeinsamen Lösung ist ein Konsens unabdingbar.
Wir sind nach wie vor gespannt auf die Veranstaltung und freuen uns auf einen kritischen, respektvollen Diskurs und die gemeinsame Erarbeitung von Handlungsstrategien im Umgang mit strukturellem Sexismus auf gesamtgesellschaftlicher, sowie universitärer Ebene.

Des Weiteren legen wir all jenen Menschen nah, die sich von dem Thema in dieser Form nicht angesprochen fühlen, sowie all jenen, die sich gar angegriffen und/oder verletzt fühlen, weniger Zeit und Energie in eine Hetzkampagne gegen die geplante Podiumsdiskussion zu investieren, sondern sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Veranstaltenden sind jederzeit per E-Mail erreichbar, um beispielsweise eure Verständnisfragen zu beantworten und Unsicherheiten oder gar Ängste aufzufangen und weitestgehend aus der Welt zu schaffen. Auch mit Informationen zu wissenschaftlich fundierter Literatur können wir euch ausreichend füttern, um die Möglichkeit zu geben, sich in der komplexen Welt der Geschlechterpolitik zurechtzufinden. Wir hoffen, dass wir so dazu beitragen können eine Ebene zu schaffen, auf der ein (sprachlich) sensibler Diskurs über ein sensibel zu behandelndes Thema geführt werden kann, der sich bemüht keine weiteren Diskriminierungsmomente zu reproduzieren.

Obwohl uns die Reaktionen und vor allem die Art und Weise wie diese geäußert wurden, zutiefst erschüttert haben, konnte unsere Vorfreude auf die Podiumsdiskussion nicht gemindert werden. Wir stehen nach wie vor hinter unserem Veranstaltungskonzept und möchten uns bei unseren Unterstützer*innen dafür bedanken, dass sie sich nicht von dem anti-emanzipatorischen Äußerungen provozieren ließen und uns im Hintergrund fernab einer Facebook-Diskussion supporten. Wir werden es uns nicht nehmen lassen auch in Zukunft emanzipatorische Veranstaltungen an der Universität durchzuführen bzw. zu unterstützen, um weiterhin auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen.

Für eine emanzipatorische Gesellschaft frei von Unterdrückung und Diskriminierung. Für einen linksradikalen Feminismus!

Wendo-Wochenende 19.-20.01.2013

Donnerstag, Januar 10th, 2013

Wendo ist ein frauen- und mädchenparteilicher Ansatz der Selbstverteidigung, der es Mädchen und Frauen ermöglicht, für unterschiedliche Situationen Möglichkeiten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung zu entwickeln. Wendo heißt „Weg der Frauen“ - jede, egal ob 8 oder 88 Jahre alt, kann mit Wendo ihren eigenen Weg, gemeinsam mit anderen Frauen, finden.

Wendo ist in Kanada entstanden und wurde in den 70er Jahren von der Frauenbewegung in Europa aufgegriffen und kontinuierlich weiterentwickelt. Wendo setzt an den Fähigkeiten und Stärken von Mädchen und Frauen an. Wendo bezieht auch die Lebensrealität von Rassismus betroffenen und behinderten Mädchen und Frauen ein.

Wendo ist ausschließlich offen für Mädchen und Frauen. Die Teilnehmerinnen haben so Raum sich über Erfahrungen auszutauschen und neue zu sammeln, ohne männliche Bewertung. In diesem Rahmen ist es möglich, sich solidarisch aufeinander zu beziehen. Es wird erfahrbar, dass erlebte Belästigung und Gewalt nicht ein individuelles Problem ist.

Im Kurs selbst zeigen wir Tec hniken, um sich gezielt gegen Angriffe zu wehren. Daneben sind Wahrnehmungs- und Sensibilisierungsübungen wie auch Situationsspiele und andere Spiele wichtige Elemente des Kurses bzw. Wochenenden.

Anmeldung und Information:

Frauenhaus Kassel, Postfach 101103, 34011 Kassel

E-Mail: Frauenhaus-Kassel@web.de

Telefon: 0561-89 88 89

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Wendo is an approach of self-defense that allows girls and women to develop ways of self-assertion and self-defense for different situations. Wendo means ” womens way” - everyone, whether 8 or 88 years old can find her own way with Wendo, together with other women.

Wendo originated in Canada and was picked up by the women’s movement in Europe in the 70’s and continuously developed. Wendo starts off with the skills and strengths of girls and women. Wendo also embraces the living reality of racism affected and disabled girls and women.

Wendo is open to girls and women only. This way participants have a space to exchange experiences and gain new ones, without male appraisal. Within this framework it is possible to refer to each other in a solidary way. It becomes comprehensible that experienced harassment and violence is not an individual problem.

The course itself will demonstrate techniques to specifically defend against attacks. In addition, perception and awareness exercises as well as situational and other games are important elements of the course resp. the weekends.

Registration and information:

Frauenhaus Kassel (women’s shelter Kassel), PO Box 101103, 34011 Kassel

Email: Frauenhaus-Kassel@web.de

Phone: 0561-89 88 89

Filmabend von Frauen für Frauen 18.01.

Samstag, Januar 5th, 2013

Only women invited :) A meeting with coffee and cake with showing documentation about kurdish women and their wish for equality, freedom and justice. Documentation is with english subtitel!!

Es wird in angenehmer Atmosphäre, kleiner Runde ein Kaffe Kuchen Klatsch und Tratsch mit anschließendem Filmabend zu der Stellung der Frau im kurdischen Freiheitswillen mit englischem Untertitel folgen.

Tag: 18.01.2013
Ort: Frauenreferat
Zeit: ab 18 Uhr

Eine Veranstaltung VON FRAUEN FÜR FRAUEN!

Podiumsdiskussion: Herrschaft durch Sprache - Geschlechtergerechte Sprache in Universität und Alltag

Freitag, Januar 4th, 2013

Wer kennt es nicht: Verbaler Sexismus im Alltag. Ob nun direkte sexistische und/oder anzügliche Bemerkung, das Reden der ewig gleichen „Macker“ in Diskussionen oder die Reduzierung einer Person auf ein Geschlecht innerhalb der binären Geschlechterordnung durch Äußerungen wie „Du kannst das eh nicht verstehen, du bist ein Mann / eine Frau!“. Die Liste ließe sich sicherlich noch weiter fort setzen. Klar ist, Menschen reagieren unterschiedlich sensibel auf eben diesen verbalen Sexismus und drücken sich unterschiedlich bedacht und sensibel aus. Ein wirklich bedachter und sensibler Umgang mit diesem Thema ist aber in Universitäten genauso wenig zu beobachten wie überall sonst in der Gesellschaft. Aber warum ist Geschlechtergerechte Sprache so wichtig? Stimmt es, dass die unbewusst benutzte Sprache einen Einfluss auf die eigenen Gewohnheiten, die eigenen Handlungen und damit darauf haben wie wir unser leben führen? Und wie lässt sich für dieses Thema sensibilisieren ohne in moralische und missionierende Verhaltensmuster zu verfallen? Und die wichtigste Frage: Wie kann dieser alltägliche und omnipräsente Sexismus überwunden werden?
Darüber wollen wir mit unseren fünf Podiumsteilnehmer*innen diskutieren und auseinandersetzen und laden euch ganz herzlich dazu ein, euch daran zu beteiligen.
Den sexistischen Normalzustand smashen!

Wann: Dienstag, 29.01.2013 - 19:30 Uhr

Wo: Hörrsaal 1 (Diagonale 1, Campus Holländischer Platz)

Auf dem Podium:

  • Danielle Lichère AStA (Referat für Hochschulpolitik an der Goethe Uni-Frankfurt)
  • Mara Otterbein (Autonomes Schwulen-Trans*-Queer-Referat Gießen)
  • Nadine Lantzsch (Mädchenmanschaft)
  • Daniel Schweighöfer (Piratenpartei Berlin)
  • Sascha Apazeller (Autonomes Schwulenreferat Kassel)
  • Moderation: Christin Eisenbrandt (Sozialreferat Kassel)

Die Veranstaltung wird durchgeführt durch:

  • Referat für Hochschulpolitik Kassel
  • Referat für Soziales Kassel
  • Autonomes Referat für Frauen und Geschlechterpolitik Kassel

Interview mit HNA Radio

    Veranstaltungen im FLZ Januar 2013

    Dienstag, Januar 1st, 2013

    09.01. Mittwoch
    18.00-20.00 Uhr After-Work Schmankerl
    „Es gibt Lauchsuppe und Baguette und kleine Überraschungen“.
    Nicht nur für die, die von der Arbeit kommen.
    Für eine gute Planung bitte mit Anmeldung unter 0561-7669 0003.

    18.01. Freitag
    16.00 – 19.00 Uhr offener Nachmittag
    Für alle FrauenLesben, die neugierig sind, klönen, Kaffee/Tee trinken, FrauenLesben-Zeitschriften lesen, sich informieren wollen und vieles mehr.

    19.01. Samstag
    Kneipe & Film* im FLZ
    Ab 18.30 Uhr Kneipe 19.30 Uhr Filmstart
    Das genaue Programm wird noch bekanntgegeben!!
    Der Eintritt ist frei – Spenden willkommen!
    * eine private Veranstaltung für Freundinnen u.a. des FLZ

    25.01. Freitag
    19.30 Uhr: Das Zentrum steht doppel(t) Kopf!
    Doppelkopf mit Sandra. Für alle, die Spaß am Spielen haben!!

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    ….:::FrauenLesbenZentrum
    ….:::Goethestr. 44/Eingang Reginastr.
    ….:::34119 Kassel
    ….:::Tel. 0561-766 900 03

    info@frauen-lesben-zentrum-kassel.de