Posts Tagged ‘Sexismus’

Feministische Pornographie?! 07.05.

Donnerstag, April 25th, 2013
Im Rahmen dieses Vortrages soll der Begriff der Mainstream-Pornografie genauer beleuchtet werden. Was ist pornographisch? Und warum? Was wir dargestellt? Welche Stereotype werden bedient /reproduziert? Wer wird wie dargestellt? Wer „fällt aus dem Blick“?

Darüber hinaus soll in Abgrenzung dazu die feministische Kritik an Pornographie dargestellt und das Feld der „feministischen Pornographie“ aufgegriffen werden. Was ist feministische Pornographie? Ist sie eine „Alternative“ zum Main-Stream? Oder gibt auch hier berechtigte Kritik?
Es soll auch in einem wissenschaftlichen Rahmen aufgezeigt werden, welche Wissenschaftsdisziplin was genau zur Thematik beizutragen hat.

Wir laden euch hiermit zu dem spannenden Diskurs ein!

Wann? 07. Mai 2013 - 19Uhr

Wo? Mönchebergstraße 7, Raum 0607

One Billion Rising 14.02.13

Donnerstag, Januar 31st, 2013

Jede dritte Frau weltweit erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Mit einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden
ergibt dies mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen, die alltäglich mit Gewalt konfrontiert werden oder am direkten Leibe erfahren. Über 603 Millionen Frauen leben in Ländern, in denen häusliche Gewalt nicht als Verbrechen angesehen wird. Allein die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau im Alter zwischen 15 und 44 Jahren vergewaltigt wird oder Gewalt durch den „Partner“ erfährt, ist höher als an Krebs oder Malaria zu erkranken, an einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein oder durch Krieg betroffen zu sein.
Die Organisation V-Day, eine globale Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, verwehrt sich
angesichts dieser erschreckenden Zahlen tatenlos zu bleiben: „Es reicht! Die Gewalt muss aufhören!“
ONE BILLION RISING – „eine Milliarde erhebt sich“ ist eine internationale Kampagne, initiiert durch die
Organisation V-Day, um weltweit gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen vorzugehen und zu stoppen.
Die Kampagne setzt sich ein für Gerechtigkeit, sie fordert und fördert weltweit die Gleichstellung der
Geschlechter.
Der 14. Februar 2013 ist Valentinstag und der 15te Geburtstag von V-Day. Aus diesem Anlass wurde die
internationale Kampagne ONE BILLION RISING ins Leben gerufen: An diesem Tag sind eine Milliarde Frauen und Mädchen, aber auch Männer und Jungen aufgerufen, sich gemeinsam zu erheben, auf die Straße zu gehen und zu tanzen – zu tanzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und ein klares Signal zu setzen, dass Unrecht und die Gewalt, die Frauen und Mädchen erfahren, inakzeptabel sind und sofort aufhören müssen.
ONE BILLION RISING ist eine Kampagne, die uns alle angeht. Sie gehört uns allen und wächst tagtäglich.
Tausende von Aktivist_innen, mehr als 13000 Organisationen aus 178 Ländern, haben ihre Teilnahme
zugesagt und sind dabei ONE BILLION RISING – Veranstaltungen zu organisieren. Auch bekannte
Persönlichkeiten wie Robert Redford oder Jane Fonda unterstützen die Aktion aktiv.
Damit dieser Tag ein Erfolg wird, brauchen wir auch in Kassel jede Einzelne und jeden Einzelnen – auch
Dich auch Sie!
In KASSEL am Donnerstag, den 14.02.2013, 12 Uhr Königsplatz!

Stellungnahme des Orga-Teams und des AStA zu den Anfeindungen gegen die Podiumsdiskussion „Herrschaft durch Sprache – Geschlechtergerechte Sprache in Universität und Alltag“

Montag, Januar 21st, 2013

An der Universität Kassel findet am 29. Januar 2013 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “Herrschaft durch Sprache - Geschlechtergerechte Sprache in Universität und Alltag” statt. Organisiert wird diese Veranstaltung als Kooperation des Autonomen Referats für Frauen und Geschlechterpolitik gemeinsam mit dem AStA der Universität Kassel.

Anfang Januar 2013 haben wir eine Facebook-Veranstaltung erstellt, um diese Podiumsdiskussion zu bewerben. Dort entstand eine Diskussion, die aus unserer Sicht leider sehr schnell unsachlich wurde. Den Organisator*innen wurde vorgeworfen, die Podiumsteilnehmer*innen nicht kontrovers genug ausgesucht zu haben, da sich für das Podium auch eine antifeministische Perspektive gewünscht worden wäre. Außerdem kam es zu persönlichen Angriffen und Beleidigungen gegenüber den eingeladenen Podiumsteilnehmer*innen.

Leider gelang es uns, der Organisationsgruppe der Veranstaltung, nicht zu intervenieren, so dass die Diskussion bei unserer Facebookveranstaltung eine Form angenommen hat, die für uns nicht länger tragbar war. Am 17.01.2013 haben wir uns daher dazu entschlossen, die Diskussion zu löschen und die Kommentarfunktion zu sperren. Wir erhoffen uns so, die Persönlichkeitsrechte der Podiumsteilnehmer*innen zu schützen und jeglichen Sexismus, von dem die Diskussion begleitet wurde, weitestgehend einzudämmen. Unsere freie Meinung war, in diesem Fall eine von uns erstellte Facebook-Seite nicht für persönliche Angriffe und Beleidigungen zur Verfügung stellen zu wollen.
Ziel der Veranstaltung soll sein, einen facettenreichen und vor allem fundierten Überblick und verschiedene Perspektiven zu geschlechtergerechter Sprache zu schaffen, ohne in eine Grundsatzdiskussion zu verfallen, die meist subjektiv, sprachlich unsensibel und nicht wissenschaftlich geführt wird. Wir sind der Meinung, dass wir durch die von uns eingeladenen Redner*innen diesen Veranstaltungszielen mehr als gerecht werden können. Wie auch aus dem Einladungstext hervorgeht, ist keine Diskussion vorgesehen, ob geschlechtergerechte Sprache überhaupt wichtig ist, sondern dies wird vielmehr als Grundlage für die Diskussion genommen, wie eine Überwindung des omnipräsenten Sexismus’ erreicht werden kann. Für eine Diskussion über die Existenz des Sexismus’ wäre eine kontroverse Diskutantenrunde obligatorisch, für eine Diskussion auf der Suche nach einer gemeinsamen Lösung ist ein Konsens unabdingbar.
Wir sind nach wie vor gespannt auf die Veranstaltung und freuen uns auf einen kritischen, respektvollen Diskurs und die gemeinsame Erarbeitung von Handlungsstrategien im Umgang mit strukturellem Sexismus auf gesamtgesellschaftlicher, sowie universitärer Ebene.

Des Weiteren legen wir all jenen Menschen nah, die sich von dem Thema in dieser Form nicht angesprochen fühlen, sowie all jenen, die sich gar angegriffen und/oder verletzt fühlen, weniger Zeit und Energie in eine Hetzkampagne gegen die geplante Podiumsdiskussion zu investieren, sondern sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Veranstaltenden sind jederzeit per E-Mail erreichbar, um beispielsweise eure Verständnisfragen zu beantworten und Unsicherheiten oder gar Ängste aufzufangen und weitestgehend aus der Welt zu schaffen. Auch mit Informationen zu wissenschaftlich fundierter Literatur können wir euch ausreichend füttern, um die Möglichkeit zu geben, sich in der komplexen Welt der Geschlechterpolitik zurechtzufinden. Wir hoffen, dass wir so dazu beitragen können eine Ebene zu schaffen, auf der ein (sprachlich) sensibler Diskurs über ein sensibel zu behandelndes Thema geführt werden kann, der sich bemüht keine weiteren Diskriminierungsmomente zu reproduzieren.

Obwohl uns die Reaktionen und vor allem die Art und Weise wie diese geäußert wurden, zutiefst erschüttert haben, konnte unsere Vorfreude auf die Podiumsdiskussion nicht gemindert werden. Wir stehen nach wie vor hinter unserem Veranstaltungskonzept und möchten uns bei unseren Unterstützer*innen dafür bedanken, dass sie sich nicht von dem anti-emanzipatorischen Äußerungen provozieren ließen und uns im Hintergrund fernab einer Facebook-Diskussion supporten. Wir werden es uns nicht nehmen lassen auch in Zukunft emanzipatorische Veranstaltungen an der Universität durchzuführen bzw. zu unterstützen, um weiterhin auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen.

Für eine emanzipatorische Gesellschaft frei von Unterdrückung und Diskriminierung. Für einen linksradikalen Feminismus!

Podiumsdiskussion: Herrschaft durch Sprache - Geschlechtergerechte Sprache in Universität und Alltag

Freitag, Januar 4th, 2013

Wer kennt es nicht: Verbaler Sexismus im Alltag. Ob nun direkte sexistische und/oder anzügliche Bemerkung, das Reden der ewig gleichen „Macker“ in Diskussionen oder die Reduzierung einer Person auf ein Geschlecht innerhalb der binären Geschlechterordnung durch Äußerungen wie „Du kannst das eh nicht verstehen, du bist ein Mann / eine Frau!“. Die Liste ließe sich sicherlich noch weiter fort setzen. Klar ist, Menschen reagieren unterschiedlich sensibel auf eben diesen verbalen Sexismus und drücken sich unterschiedlich bedacht und sensibel aus. Ein wirklich bedachter und sensibler Umgang mit diesem Thema ist aber in Universitäten genauso wenig zu beobachten wie überall sonst in der Gesellschaft. Aber warum ist Geschlechtergerechte Sprache so wichtig? Stimmt es, dass die unbewusst benutzte Sprache einen Einfluss auf die eigenen Gewohnheiten, die eigenen Handlungen und damit darauf haben wie wir unser leben führen? Und wie lässt sich für dieses Thema sensibilisieren ohne in moralische und missionierende Verhaltensmuster zu verfallen? Und die wichtigste Frage: Wie kann dieser alltägliche und omnipräsente Sexismus überwunden werden?
Darüber wollen wir mit unseren fünf Podiumsteilnehmer*innen diskutieren und auseinandersetzen und laden euch ganz herzlich dazu ein, euch daran zu beteiligen.
Den sexistischen Normalzustand smashen!

Wann: Dienstag, 29.01.2013 - 19:30 Uhr

Wo: Hörrsaal 1 (Diagonale 1, Campus Holländischer Platz)

Auf dem Podium:

  • Danielle Lichère AStA (Referat für Hochschulpolitik an der Goethe Uni-Frankfurt)
  • Mara Otterbein (Autonomes Schwulen-Trans*-Queer-Referat Gießen)
  • Nadine Lantzsch (Mädchenmanschaft)
  • Daniel Schweighöfer (Piratenpartei Berlin)
  • Sascha Apazeller (Autonomes Schwulenreferat Kassel)
  • Moderation: Christin Eisenbrandt (Sozialreferat Kassel)

Die Veranstaltung wird durchgeführt durch:

  • Referat für Hochschulpolitik Kassel
  • Referat für Soziales Kassel
  • Autonomes Referat für Frauen und Geschlechterpolitik Kassel

Interview mit HNA Radio

    Distanzierung von sexistischer Kackscheiße in der medium²+plus

    Dienstag, Dezember 18th, 2012

    Wenn ihr die untenstehende Stellungnahme mit unterstützen wollt, könnt ihr uns gerne auch bescheid geben, dann setzen wir euren Namen nachträglich mit drunter (Mail an: frauen@frauenreferat-kassel.de)! Jede Unterstützung ist hilfreich!

    —–

    Das Deckblatt der neuen Ausgabe der medium²+plus (Dezember 2012), Zeitung der Studierendenschaft Kassel, wird von einem sexistisch-anzüglichen „Nimm mich, du willst es doch auch…“ in Fortsetzung auf der Rückseite mit „…und wenn du mit mir fertig bist, leg mich einfach zurück!“ geschmückt. Diese Aussage ist absolut nicht vertretbar! Gerade weiblich gelesene Menschen erleben häufig, auch im universitären Kontext, übergriffige Situationen, in denen „Stell dich nicht so an“, „Du willst es doch auch“ o.ä. Standardreaktionen sind. Solche Aussagen sind nicht nur sexistisch, sondern reproduzieren unreflektiert sexistische Kackscheiße, patriarchale Strukturen und sexualisierte Gewalt, die uns alltäglich umgibt. Zu beachten ist ebenfalls die Darstellung einer weiblich gelesenen Person welche mit Klischees behaftet auf der Rückseite der medium²+plus abgebildet ist.

    Des Weiteren befindet sich auf Seite 5 der neuen Ausgabe ein Comic, der sowohl in Bild als auch in Schrift heteronormative Stereotypen und offensichtliche Gewaltandrohungen darstellt. In dem Comic werden Machtstrukturen einer heteronormativen Zweierbeziehung dargestellt, in welchem eine scheinbar männlich gelesene Person offensichtlich übergriffig gegenüber einer weiblich gelesene Person ist und diese als sein Eigentum betrachtet. Der Comic ist unkommentiert und ohne Trigger-Warnung abgedruckt. Selbst wenn dies als provokante Kunst gilt, darf so eine Darstellung nicht unkommentiert gedruckt und veröffentlicht werden. Die Intention dieses Artikels in der medium²+plus ist nicht erkennbar. Hier findet absolut kein kritischer Umgang mit patriarchalen Machtstrukturen und sexistischem Verhalten statt, obwohl dies u.a. von Vertreter*innen des Studierendenparlament seit Jahren gefordert wird.

    Im krassen Kontrast dazu gibt es einen vom Comic unabhängigen Artikel auf Seite 6 „Sexismus im universitären Alltag“. In diesem Artikel wird auf die Missstände in Bezug auf Sexismus und Machtausübung in der Gesellschaft eingegangen und die Wichtigkeit deutlich gemacht, patriarchale Machtstrukturen aufzubrechen und sensibel mit Sprache umzugehen. Die Autor*innen dieses Artikels haben NICHTS mit diesem Comic oder dem sonstigen Layout der Medium+plus zu tun und distanzieren sich entschiedenst davon.

    Die Unterzeichner*innen dieser Stellungnahme distanzieren sich hiermit von der sexistischen Kackscheiße der medium²+plus und fordern alle anderen Autor*innen auf dieses ebenfalls zu tun. Zudem fordern wir eine kritische Auseinandersetzung der Redaktion mit ihren Inhalten und eine Rücknahme dieser Ausgabe der Medium²+plus!

    PS. Der Link: www.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/12/medium_dec_2012_final_preview.pdf

    Unterstützer*innen:

    • Autonomes Referat für Frauen und Geschlechterpolitik Kassel
    • Autonomes Schwulenreferat Kassel
    • Yvo Boenig & Christin Eisenbrandt als Sozialreferent*innen Kassel
    • Jonas Eickholl & Sophie Haberland für das Referat für Hochschulpolitik Kassel
    • Paul Conrad als Mitautor*in des Artikels “Sexismus im universitären Alltag”
    • Oliver Dunkelmann als Präsident des Studierendenparlamentes Kassel
    • Florian Tennstedt als Kulturreferent Kassel

    Queerulant_in 3 ist da!

    Donnerstag, Dezember 13th, 2012

    Die neue Queerulant_in ist da! Bei uns im Referat wird es auch einige Ausgaben geben, die ihr euch umsonst mitnehmen könnt oder auch im Referat lesen.

    Themen der Ausgabe (Schwerpunkt: Trans* und Geschlechtsidentität):

    - Kurz berichtet: QueerNet Hessen gegründet
    - Kurz berichtet: 1.Trans*-Tagung in der Schweiz voraus!
    - Kurz berichtet: Die Jagd auf die Personen hinter kreuz.net
    - Kurz berichtet: Protest gegen menschenunwürdige Asylbedingungen
    - Kurz berichtet: Intersex*-Proteste auch in Frankfurt am Main

    - Schwerpunkt: Nicht mitgemeint: Staatliche Ausgrenzung auf Grund der Geschlechtsidentität
    - Schwerpunkt: My private gender confusion
    - Schwerpunkt: Der fehlende Schutzraum

    - Sexismus im universitären Alltag
    - Eine viel zu lange Tradition. Homosexuellenverfolgung 1851 bis 1994 und heute.
    - Wo es weh tut.
    - Tierlieb und gotteshörig
    - Die Burschenschaft als (Männer-)Bund fürs Leben. Interview mit einem schwulen Burschenschafter
    - Kennst du eigentlich schon… [Teil 1]: Das Feministische Archiv Marburg

    Weitere Infos und Download findet ihr hier

    Hinweis auf offenen Brief von #ichhabnichtangezeigt

    Montag, Juni 11th, 2012

    Wir unterstützen den offenen Brief von #ichhabnichtangezeigt. Schaut es euch doch mal an! http://ichhabnichtangezeigt.wordpress.com/offener-brief-an-die-politik/#contact-form-541